

Bei der klassischen Fährtenarbeit lernt der Hund, konzentriert und mit
tiefer Nase die vom Menschen getretene Fährte abzusuchen. In die Fährte
sind Richtungswechsel
in Form von Winkeln eingebaut. Der Hundeführer befindet sich während
der Suche hinter dem Hund (10m Leine).
Auf der Fährte liegen verlorene' Gegenstände mit dem Geruch
des Fährtenlegers,
die der Hund später eigenständig anzeigen (verweisen oder aufnehmen)
muss.
Wettkampfmäßig wird die Fährtenarbeit in verschiedenen Schwierigkeitsstufen
ausgeführt: Aus dem VPG-Bereich stammen die Prüfungsstufen F1, F2
und F3
in der Fährtenhundausbildung gibt es die Stufen FH1 und FH2.
Die Prüfungsstufen unterscheiden sich z. B. in der Länge der Fährte
(300 - 2000 Schritte), in der Liegezeit (20 min. - 3 Stunden), in der Anzahl
der Winkel und Gegenstände und darin, ob ein Geländewechsel und Verleitungen
vorhanden sind. Neben der Nasenleistung ist somit auch Kondition gefragt!
Selbstverständlich kann man das Fährten auch ohne Prüfungsstress
zur Beschäftigung des Hundes im Bereich der Nasenarbeit
betreiben. Es ist eine ausgezeichnete Auslastung und eine befriedigende Tätigkeit
für den Hund und für den Menschen ist es überaus spannend,
Teil an der Welt des Hundes zu haben, die uns durch unsere Sinnesleistung
weitestgehend verschlossen ist.

©
Katrin Berkenkamp
Verweisen eines Gegenstandes
FH1-Prüfung: Straßenübergang
(A.Findeisen mit Matey von der Laubenhaid)
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